"Civilizatia adevarata a unui popor consista nu in adoptarea cu deridicata de legi, institutii, etichete, haine straine. Ea consista in dezvoltarea naturala, organica a propriilor puteri, a propriilor facultati ale sale" >  Mihai Eminescu

 

///script Ver3.3+ e-scoala

     

 

Index | Forum | E-mail

   

 Bine ati venit in sectiunea dedicata limbii si literaturii germane. In aceasta sectiune veti avea posibilitatea sa descoperiti multe lucruri utile care speram sa va ajute la cursuri. Willkommen bei ScoalaOnline!

 

 
 
 
 
 Meniu rapid  Portalul e-scoala | CAMPUS ASLS | Forum discutii | Premii de excelenta | Europa





 

 

 

Zuruck zum index

 

 INDEX 

 Wortschatz 

 

Joscha unterm Baum - Mai

von Martin Auer

 

Im Mai geht der Joscha ins höchste Zimmer von seinem Haus.
Auf dem Fensterbrett stehen da
Töpfe mit kleinen Erdbeerpflänzchen.
Die hat er das ganze Frühjahr über gehegt.
Im letzten Sommer hat ihm die Lina wilde Erdbeeren mitgebracht
aus den Wäldern.
Ein paar davon hat er getrocknet,
und die winzigen Körnchen hat er aufbewahrt.

Als die Märzsonne schien,
hat er sie in die Blumentöpfe gesät,
und jetzt sind sie groß genug,
um ins Freie zu kommen.
Der Joscha geht durch den Garten und pflanzt Erdbeeren.
Aber er pflanzt sie nicht auf ein Beet.
Er versteckt seine Erdbeerpflänzchen unter Büschen und Sträuchern.
Zu den Haselnüssen und zu den Johannisbeeren kommen welche,
auch rund um den Brunnen und neben die Stufen,
die zur Haustüre führen.

Ein paar kommen vors Haus,
und ein paar kommen hinters Haus,
ein paar an den Weg und ein paar in die Wiese.
Wenn es ein warmer Herbst wird,
werden in diesem Jahr noch ein paar Beeren reifen.
Sonst eben im nächsten Sommer.
Der Joscha wird dann längst vergessen haben,
wo er die Erdbeeren gepflanzt hat.
Dann wird er an einem Tag etwas Rotes im Gras blinken sehen,
und er wird ganz überrascht sein und sagen:
"So ein Glück,
ich habe eine Erdbeere gefunden!"

An alle Plätze, wo der Joscha gerne sitzt,
pflanzt er Erdbeeren hin.
Zu den Margeriten,
zu dem großen moosigen Stein und zu dem Rasenfleck am Tümpel,
wo er immer den Kaulquappen zuschaut.
Manchmal holt er auch ein Marmeladeglas aus dem Haus
und fischt sich eine Kaulquappe heraus.
Sie sieht noch aus wie ein dicker,
runder Fisch und würde sterben,
wenn sie nicht im Wasser sein könnte.
Aber bald werden ihr Beine wachsen,
ihr Schwanz wird verschwinden,
und sie wird als Frosch aus dem Teich hüpfen.

Ob der Frosch sich dann noch an sein Unterwasserleben erinnert?
Der Joscha würde das gerne wissen.
Und auch, ob ein Schmetterling sich an sein Raupendasein erinnert
oder der Maikäfer an sein Leben als Engerling unter der Erde.
So viele Tiere verwandeln sich.
Manchmal, wenn der Joscha am Teich sitzt und den Kaulquappen zusieht,
dann kriegt er so ein Gefühl,
als wäre er selber auch so etwas wie eine Kaulquappe.
"Vielleicht",
sagt er dann ganz verwundert und leise zu sich,
"vielleicht verwandle ich mich noch einmal in etwas ganz anderes."

Aber jetzt ist es noch nicht soweit,
und der Joscha will Erdbeeren pflanzen.
Für jedes Pflänzchen gräbt er eine kleine Grube.
Er tut die beste Erde hinein,
die er in seinem Garten finden kann,
und sticht mit dem Finger ein Loch in die Erde.
Wenn er das Pflänzchen aus dem Blumentopf nimmt,
dann kommen ihm seine Finger so schrecklich dick vor.
Ganz zart faßt er den feinen Stiel an,
von dem die weißen Wurzeln herunterhängen.
"Glück auf den Weg!"
sagt er, wenn das Pflänzchen im Boden ist.
"Ich freue mich schon auf deine Früchte.
Es kann sein, daß einmal ein Schneck kommt und an dir knabbert,
damit mußt du rechnen.
Aber nimm es nicht allzu schwer,
es sind ganz nette Tiere,
wenn man sie kennt."

Im Mai blüht Joschas Baum.
Joschas Baum ist ein Apfelbaum.
Der Joscha liegt unterm blühenden Apfelbaum. Er hat die Hände unterm Kopf verschränkt und schaut in den Himmel,
in die Zweige über sich.
Es ist kalt, da wo der Joscha wohnt,
und die Apfelbäume blühen spät.
Der Himmel ist blau, aber ein kühler Wind kommt von den Bergen,
treibt immer neue Wolken vor sich her,
läßt die Äste schwanken und zittern.
Immer wieder reißt er Blüten von den Ästen ab,
treibt sie über die Wiesen, durch den Himmel davon.

Die Apfelblüten sind lieblich.
Hellrot sind die Blütenblätter,
solange sie noch als Knospen geschlossen sind.
Einen rosa Rand haben die halb geöffneten Blüten,
und wenn sie dann gänzlich offen sind -
sind sie weiß wie die Wolken.
Nur die Blütenkelche sind von zartestem Grün und die Stiele.
Und hin und wieder zeigt sich schon ein erstes,
schimmerndes Blatt.
Wie ein junges Mädchen ist der Baum, zart und frisch,
denkt der Joscha.

Schaut der Joscha genauer hin,
sieht er die Äste vorn Apfelbaum.
Alt und knorrig ist der Baum,
die Äste von vielen schweren Apfelernten zur Erde gezogen,
von Stürmen verkrümmt,
von den Winterfrösten zerrissen, zersplittert.
Ein ganzer schwerer Ast ist tot,
genau in der Mitte über Joschas Kopf,
die Rinde hat sich von ihm gelöst,
hängt an einigen Stellen herunter,
angefressen, vermodert,
nackt wie ein Skelett kommt das tote Holz darunter zum Vorschein,
gezeichnet von den Gängen der Larve des Apfelglasflüglers.

Ein anderer Ast ist schon abgebrochen,
nur mehr ein schwarzer, trauriger Stumpf ist übriggeblieben.
Moos und Flechten haben sich auf den Ästen angesiedelt.
Knotig und zackig ist das Fruchtholz, an dem die Blüten sitzen.
Aber aus den alten Ästen sprießen auch junge Triebe
gerade nach oben, frisch und rötlichbraun glänzt ihre Rinde.
Wenn der Wind einmal nachläßt,
hört der Joscha das Summen der Bienen im Baum.
Mit Sorge sieht er ein paar Maikäfer,
die an den ersten Blättern fressen. Wenn es zu viele werden,
können sie ihm den Baum kahlfressen.
Keine Äpfel gibt es dann im Herbst.

Da und dort hat der Ringelspinner seine Eier im Kreis um kleine Zweige abgelegt.
Wunderschöne Raupen sind daraus geschlüpft,
leuchtend blau, weiß und orangerot gestreift,
mit feinem rötlichem Pelz.
An einigen Ästen krümmt sich noch die grüne Frostspannerraupe,
aber die meisten haben sich schon verpuppt.
Auch an den Blüten fressen die winzigen Larven des Apfelblattsaugers.

So viele Tiere leben von dem Apfelbaum,
denkt der Joscha, und es sind ihm bis jetzt nicht zu viele geworden.
In den Blüten lauern Krabbenspinnen auf die Bienen,
in den Ritzen der Rinde haben die Wolfsspinnen überwintert,
Kreuzspinnen haben ihre Fangnetze zwischen den Ästen gesponnen.

Irgendwo haben Meisen ein Loch im Stamm gefunden und da gebrütet.
Jetzt jagt das Kohlmeisenpärchen nach Raupen für seine Jungen.
Kurz bleibt das Meisenweibchen auf dem Ast sitzen,
blickt sich nach allen Seiten um.
In seinem Schnabel die Raupe lebt noch und windet sich schmerzlich.
Eine andere Meise kommt herzu,
will vom Raupenreichtum holen.
Aufgeregt kommt das Meisenmännchen heran,
zetert böse, ein kurzer Streit,
die fremde Meise fliegt geschlagen davon.

Jugend und Alter, Leben und Sterben,
alles ist da zur gleichen Zeit in der Krone des Apfelbaums.
Alles ist immer da,
denkt der Joscha, und es gibt nichts,
worüber man traurig sein müßte.
Sogar was nicht da ist,
ist da, denkt der Joscha,
und er sieht in die Wolken,
die der Wind dahintreibt,
und sieht darin nie gesehene Tiere,
Geister und Pflanzen, Fahrzeuge und Landschaften,
und jede Wolke kann eine Unendlichkeit von Dingen sein,
je nachdem, wie er hinschaut.
Und nach wenigen Augenblicken
sieht sie schon wieder ganz anders aus,
und eine neue Unendlichkeit von Welten ist in ihr.

Glücklich wackelt der Joscha mit den Zehen,
denn er hat keine Schuhe an,
heute zum ersten Mal in diesem Jahr.
"Ich bin der Joscha unterm Baum",
sagt er.
"Der Joscha unterm Apfelbaum."

 

Lectiile de Germana sunt realizate si predate de prof. Valeriu Untea.

Home | BAC/Teze | Biblioteca | Referate | Games | Horoscop | Muzica | Versuri | Limbi straine | DEX

Modele CV | Wallpaper | Download gratuit | JOB & CARIERA | Harti | Bancuri si perle | Jocuri Barbie

Iluzii optice | Romana | Geografie | Chimie | Biologie | Engleza | Psihologie | Economie | Istorie | Chat

 

Joburi Studenti JOB-Studenti.ro

Oportunitati si locuri de munca pentru studenti si tineri profesionisti - afla cele mai noi oferte de job!

Online StudentOnlineStudent.ro

Viata in campus: stiri, burse, cazari, cluburi, baluri ale bobocilor - afla totul despre viata in studentie!

Cariere si modele CVStudentCV.ro

Dezvoltare personala pentru tineri - investeste in tine si invata ponturi pentru succesul tau in cariera!

 

 > Contribuie la proiect - Trimite un articol scris de tine

Gazduit de eXtrem computers | Project Manager: Bogdan Gavrila (C)  

 

Toate Drepturile Rezervate - ScoalaOnline Romania